Von Adlern und Piraten

Schon verrückt, wenn man so mal wieder im Stadion bei den Adlern sitzt und sieht, dass man von vielen Menschen umgeben ist, die zu den wirklich glorreichen Tagen, als ich Vereinspräsident Stefan Mücke noch auf dem Rasen agieren sah, noch gar nicht geboren waren.
Die Berlin Adler haben nun inzwischen ja eine wirklich lange Geschichte und ich saß dereinst tatsächlich noch in der Radrennbahn Schöneberg und sah sehr erfolgreiche Spiele der Adler.Das war buchstäblich in einem anderen Jahrtausend. 

Touchdown!
Touchdown! Foto.Christiane Kuhn

Derzeit versucht der Absteiger aus der GFL1 sich wieder in der GFL2 zu etablieren, was bei einem sicherlich weiterhin nicht grenzenlos üppigen Etat auch erst einmal gelingen muss.

Zu Gast waren heute die Elmshorn Fighting Pirates, offenbar ein Team mit dem man in etwa auf Augenhöhe steht.
Ich weiß derzeit tatsächlich nichts über Favoriten und einzelne Spieler. Ich habe mich damit noch gar nicht weiter befasst. Wichtiger ist für mich derzeit zu sehen, ob das Team auf dem Rasen sich findet und wieder Siegen lernt.

Nachdem die bisher absolvierten Auswärtsspiele ja allesamt verloren gegangen sind, ist dieses erste Rückspiel gegen Elmshorn ja durchaus ein guter Punkt um als Außenstehender zu sehen, ob sich da positiv was bewegt.

In der ersten Spielhälfte haben sich trotzdem eher die Fighting Pirates bewegt, die recht langen, aber letztlich auch mehrheitlich punktlosen Drives der Adler verebbten an der Defense der Gäste oder an eigenen Fehlern.
Deren Offense hingegen gab nur Stippvisiten auf dem Rasen ab und kam anfangs viel zu einfach zu Punkten in der Endzone.
Die Adler haben ihr Laufspiel hier nicht wirklich etablieren können und die Pässe, so denn welche vorkamen, kamen eher nicht an.

Laufspiel
Berlin Adler im Vorwärtsgang, Foto: Christiane Kuhn

Doch zur zweiten Spielhälfte wendete sich das Blatt durchaus zu Gunsten der Adler:
Die Defense hatte sich ins Spiel gefunden und es gelang ihr die Angriffe der Pirates besser unter Kontrolle zu bringen.
Als dann auch noch ein KickOff-Return bis in die Endzone getragen wird, ist der Abstand plötzlich auf 10 Punkte geschrumpft und die motivierte Defense ist zwar noch immer nicht fehlerfrei, aber es gelingt ihr mehrfach, die  FightingPirates auf dem Feld zu versenken.

Doch als man eigentlich gerade das Momentum hat und auf gutem Wege Richtung gegnerischer Endzone ist, beendet eine Interception den Lauf der Berliner, die dann bis zum Spielende nicht mehr zwingend vor der Endzone der Elmshorner auftauchen.

Trotz allem habe ich einige tolle Spielzüge und ein zwischendrin auch spannendes Spiel gesehen, die in mir die Hoffnung erwecken, es könnte diese Saison noch besser werden.
Womöglich wäre es heute besser gewesen, die beiden Quarterbacks genau andersherum einzusetzen um den Sieg einfahren zu können.

Es lohnt sich also wieder das Poststadion zu besuchen.

Fotos: Christiane Kuhn

TheFan1968

Datenbank- und Web-Fuzzi, Radfahrer, Eishockeyfan

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