Komfort-CheckIn

Die pandemische Tour nach Hamburg beginnt natürlich wie immer am Berliner Hauptbahnhof, an dem man dann realisiert, dass es mittlerweile beinahe alle halbe Stunde einen Zug in die Berliner Tarifzone HH gibt.

Schnäppchen

Gut gelaunt bin ich auch, schließlich habe ich für meine ICE-Fahrt zufällig eine Sparpreisschiene erwischt, die dafür sorgt, dass ich billiger von Berlin nach Hamburg und zurück kommen werde, als meine Tochter, die mir von Oldenburg (Holstein) entgegen reist: Das SH-Ticket ist 2,00 € teuer…

Ebenfalls wie in 99,9% der Fälle geht es auch pünktlich los und, für alle Entsetzensjünger bei der DB-Benutzung sei es erwähnt, es blieb auch alles pünktlich.

Der Zug ist nur mäßig voll, die meisten Plätze bleiben leer und alle haben eine Maske auf.

Wieso fragt der nach dem Fahrschein?

Jetzt noch der Komfort-CheckIn und der kontaktlosen, ruhigen Fahrt nach Hamburg steht nix mehr entgegen.

„Die Fahrscheine bitte!“, ich gucke verwundert von meinem E-Book auf. Ja, der meint mich.
Mit einer Gewitterwolke über dem Kopf zeige ich den Fahrschein auf dem Smartphone und der Schaffner verschwindet ohne die Bahncard sehen zu wollen.
Die Wolke formt sich um zu einem neonfarbenen Fragezeichen.

Es ist also zu vermuten, dass der Mensch bei der Kontrolle bemerkt/gesehen hat, das ich längst eingecheckt habe, die Bahncard also schon verifiziert ist.

Dasselbe Spiel auf dem Rückweg: Nur das ich noch unvorbereiteter darauf bin und erst Deezer öffne, dann den Reiseplan, bis ich zum QR-Code finde.

Wozu gibt es also das Komfort-CheckIn, wenn es offenbar egal ist und man trotzdem manuell geprüft wird? Dann kann das auch weg!

Ohne Auto geht das doch gar nicht

Ich bin ja selbst auch ein Sport-Fan und seinerzeit von Berlin auch zu den Heimspielen der Hamburg Freezers gefahren. Mit dem Zug. Na klar!

Deshalb erstaunt mich auch der Anblick der zwei HSV-Fans nicht, die in Hamburg auf denselben Zug warten, den ich auch nach Hause nehmen will.
Der eine sitzt im Rollstuhl und sein Kumpel begleitet ihn.

Ich muss daran denken, wie sehr Menschen mit Auto immer erzählen , sie könnten ihre Brötchentüte nicht ohne Auto zur Arbeit transportieren und seien auf ein Auto dringend angewiesen:
Dieser Junge Mann im Rollstuhl und sein Begleiter schaffen es ohne Auto im Zug für ein paar Stunden nach Hamburg und zurück!
Und wer die DB und die Umstände kennt, die der Transport von Menschen Im Rollstuhl dort machen kann, der weiß, dass das beileibe nicht immer einfach ist!

Also denkt mal über euch und euere Autonutzung nach, ihr Luschen!

Übrigens ein absolutes Lob in diesem Fall an den Zug-Chef, der sich bei geänderter Wagenreihung vorbildlich um diesen Fahrgast und den reibungslosen Transfer in den Zug – und in Berlin auch wieder raus – gekümmert hat!
Ein freundlicher und engagierter Service rettet durchaus so manches Missgeschick.

Ach übrigens: Auch auf dem Rückweg keine Anti-Masken-Heinis und -HeinInnen!

Berlin

Berlin ist dann wieder, wenn du schnellen Schrittes zu Tram läufst und – nein, nicht die Tür geht zu – nicht durch die letzte Tür reinkommst weil da 4 Reisende mit ihren 8 Koffern im Gang stehen und man springen müsste.
Und dann plumpst du doch noch auf einen Sitz und dein Gegenüber zieht die Maske runter und trinkt ein Bier nach dem anderen. Jipiehh!
Das dicke B hat mich wieder.

TheFan1968

Datenbank- und Web-Fuzzi, Radfahrer,Sportfan

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