Mal eben nach Bernau

Dinge die andere Menschen nicht tun: Mal eben nach Bernau radeln zum Kurz-Shopping.
Die Strecke entlang der Panke in Richtung Bernau, die gleichzeitig auch zum Pankeweg und zum Radweg Berlin-Usedom gehört, ist, seit ich in Französisch-Buchholz wohne, so etwas wie die Hausstrecke geworden, die man immer dann nimmt, wenn man Bewegung mit Natur und Sinn verbinden will.

So bin ich dann auch heute wieder mal auf das Rad gestiegen, um die rund 19 km in die nordöstliche Vorstadt-Metropole zurückzulegen, dort letztendlich etwas Katzenfutter und drei Lego-Minifigures zu kaufen und dann wieder rund 19 km nach Hause zu fahren.

Der Reiz dieser oft benutzten Strecke liegt eben genau darin: Man sieht und erkennt jede Veränderung und freut sich immer wieder über Dinge die noch immer da sind wie etwa der einsame Baum auf den Feldern kurz vor Berlin-Buch, der sowas wie ein Lieblingsmotiv ist.

Der Baum

Schon zu Beginn, am Rande von Französisch-Buchholz, gleichsam ein paar Meter neben der Autobahn, kann man von der Autbahnbrücke aus einen Blick auf den im Dschungel versteckten, kleinen Fluß werfen.

Panke-Dschungel

Dann gilt es für Fluß und Menschen noch den Berliner Ring zu überwinden. Eine hässliche Schneise, die Politik und Autofahrenden noch nicht breit genug ist, man will noch mehr Spuren um schneller in den Stau der Stadt zu gelangen.

Berliner Ring

Belohnt wird man dafür immer wieder mit Aus- und Ansichten, die dem Auto-Ausflügler nicht nur entgehen, weil er dort (zum Glück) nicht fahren darf, sondern weil er sie in dem Tempo auch nicht immer bemerkt.

Panke in Panketal

Dabei ist der Radweg nach Bernau durchaus eine recht flotte Strecke, weitestgehend auch außerhalb der Ortsdurchfahrten asphaltiert und mit wenig Schwierigkeiten für den Radler.
Die Strecke ist von jedem zu bewältigen, der sich 19 km auf dem Fahrrad im Gleichgewicht halten kann. Sollte es trotzdem zu viel werden, so hat man die S-Bahn-Strecke der S2 mit ihren Bahnhöfen immer an seiner Seite und kann notfalls das Verkehrsmittel wechseln.

Dunkelfuchs an der Panke

Absolute Vorbildfunktion in der Region hat noch immer das Fahrrad-Parkhaus direkt am S-Bahnhof Bernau, welches auch rege benutzt wird, um vor allem zur S-Bahn umzusteigen.
Dafür gäbe es alleine entlang der S2 bis zur Ringbahn quasi an jeder Station Bedarf!
Ebenso muss die alte “ParkAndRide”-Idee wieder belebt werden und ordentliche Parkmöglichkeiten an den Bahnhöfen eingerichtet werden. Gerade am S-Bahnhof Buch parken die Autos deswegen bis ins Schutzgebiet an der Moorlinse Buch.

Fahrrad-Parkhaus Bernau

Vorschau/Route Hinweg nach Bernau (KMZ-Datei)
Vorschau/Route Rückweg von Bernau (KMZ-Datei)
Fotos: Peter Wendel

TheFan1968

Datenbank- und Web-Fuzzi, Radfahrer, Eishockeyfan

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