openSUSE – Steam auf openSUSE 16.0

von TheFan1968 | 2026-08-22 | openSUSE | 0 Kommentare

Entgegen vielen Hinweisen, die ich anfangs im Internet bei der Suche fand, ist es in der Realität gar kein Problem mehr unter openSUSE 16.0 alle seine Steam-Spiele spielen zu können. Selbst jene, die immer nur mit dem Windows-Symbol gekennzeichnet waren.

Steam im Non-OSS-Repo

Tatsächlich bietet das Non-OSS-Repo, wie im Titelbild zu sehen, ein Steam-Paket an, welches einen überrascht:
Nach dem Start und der Anmeldung bei Steam erwartete ich zumindest nur die eingeschränkte Auswahl meiner Spiele, die in der Bibliothek mit dem Pinguin gekennzeichnet waren/sind.

Zu meiner Überraschung wurde mir aber die komplette Liste angezeigt, was bei einem IT-Menschen zunächst unweigerlich eine hochgezogene Augenbraue verursacht. Aber da ich meinen mutigen Tag hatte, habe ich dann jenes Spiel installieren lassen, welches immer und ausschließlich mit dem Windows-Symbol gekennzeichnet war.

Spiel-Downloads laufen unter Linux grundsätzlich performanter als bei der Windows-Version, aber man sieht an der Download-Anzeige, dass wohl etwas mehr als nur das pure Spiel geladen wird.
Genau das ist das wirklich wunderbare daran: Steam selbst übernimmt mit Proton-GE und der Vorberechnung von Vulkan-Shadern die Laufzeit-Umgebung selbst, angepasst an die enthaltene Grafikkarte und Hardware.

Kein Rumgefummel mehr mit Wine-Bibliotheken, Treibern oder ähnlichem Kram.
Spielen ist somit tatsächlich Out-Of-The-Box oder besser -Steam möglich.

Einziger Nachteil, so man es als einen sieht: Die Spiele starten zunächst in Englisch, man sollte das, wenn gewünscht, also vorher in den Optionen des jeweiligen Spiels wieder umstellen auf die eigene Sprache.

Vulkan-Shader-Precaching

Startet man ein Spiel, lädt Steam, passend zur Systemkonfiguration, vorkompilierte Shader herunter, bzw. aktualisiert diese.
OpenGL- und Vulkan-Spiele können davon profitieren.
In den Einstellungen der Steam-App unter Downloads gibt es die Abteilung Shader Pre-Caching, in der man entscheiden kann, ob man die Shader lokal im Cache behalten möchte, oder ob sie stets geladen oder im Hintergrund verarbeitet werden sollen.

Das hängt im einzelnen natürlich von eurem Rechner ab und davon wie viel Raum der Cache auf der Festplatte real bei euch einnimmt.

Mögliche kleine Hooks

Guckt euch eurer Spiel und die Konfiguration eurer Spieloptionen an, bevor ihr in das Game startet, da gibt es unter Umständen unterschiedliche , aber kleine Probleme.
Mein Lieblingsspiel glänzte zwar mit dem Angebot der Spielstände, die ich unter Windows gespielt habe, aber die geladenen Mods werden lokal gespeichert, was also schlicht bedeutete, das ich diese einfach noch einmal auf das openSUSE-System herunter laden musste.

Spiele starten, wohl auch wegen der Shader, gerade auch beim allerersten Start deutlich langsamer, es ist also ein bisschen Geduld nach dem Klick auf das entsprechende Spiel gefragt. Soweit ich das bislang beurteilen kann, wird es aber bei weiteren Starts dann auch wieder flotter.

Fazit

Es funktioniert. Auf meinem Dual-Boot-System hat die Windows-Seite damit einen der Hauptgründe für seine Existenz eingebüßt.
Mit der Einrichtung von WinPodX, welches sich mit einem Docker-Windows um andere schwer zu ersetzenden Apps kümmert, hat es auch den zweiten Hauptgrund seiner Existenz verloren (dazu später in einem anderen Beitrag mehr).

Trotzdem wird das System erhalten bleiben, den mein Herzstillstand 2025 hat gezeigt, dass es gut war ein System zu haben auf dem sich meine Frau auch zurecht findet und notwendige Daten finden konnte. Es wird also weiter gelegentlich aktualisiert und gewartet, damit es als Not- oder Fallback-Option zur Verfügung steht.

Und sei es bloß dafür mal einen Tag ausweichen zu können, nachdem ich Dussel bei einer Partitions-Operation den Boot-Loader zerschossen hatte 😉

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